„Wer bin ich?“ in Bamberg: Dietrich Bonhoeffer und die Kraft der Haltung


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Haltung zeigen: Dietrich Bonhoeffer und der Bamberger Widerstand
Vom 5. bis 18. Oktober 2026 verwandelt sich die Erlöserkirche Bamberg in einen Ort der historischen Reflexion, ästhetischen Erfahrung und persönlichen Auseinandersetzung. Die Ausstellung „Wer bin ich? – Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“ zeichnet den Lebensweg des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer nach und stellt eine bis heute drängende Frage: Wie entstehen Entscheidungen, die im Rückblick als Haltung sichtbar werden?
Ein Lebensweg zwischen Theologie, Verantwortung und Widerstand
Die Ausstellung folgt Bonhoeffers Biografie, seinem Denken und seinen Entscheidungen während der nationalsozialistischen Diktatur. Im Mittelpunkt steht sein berühmtes Gedicht „Wer bin ich?“, das 1944 in der Haft entstand und widersprüchliche Selbstbilder zwischen innerer Stärke, Zweifel und Verletzlichkeit nebeneinanderstellt. Interaktive Elemente laden Jugendliche und Erwachsene dazu ein, die historische Werkbetrachtung mit der eigenen Gegenwart zu verbinden.
Kunst, Raum und Erinnerung
In der sakralen Atmosphäre der Erlöserkirche begegnen sich Ausstellungsgestaltung, historische Dokumentation und künstlerische Annäherung. Ergänzt wird die Bonhoeffer-Ausstellung durch Arbeiten zu seinen Erfahrungen in Harlem, darunter das Werk „Bonhoeffer in Harlem“ des australischen Künstlers John Young. Die Verbindung von religiösem Raum, Bildmotiven und biografischer Erzählung eröffnet eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der Licht, Stille und architektonische Raumwirkung die Auseinandersetzung mit Verantwortung vertiefen.
Eine Bamberger Perspektive auf den Widerstand
Die lokale Erweiterung „Wölfel, Aron, Stauffenberg – Formen des Widerstandes“ der Willy-Aron-Gesellschaft richtet den Blick auf drei unterschiedliche Wege des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Willy Aron, Hans Wölfel und Claus Schenk Graf von Stauffenberg stehen für verschiedene soziale Hintergründe, Handlungsspielräume und Formen des Widerspruchs. Die Kuratierung verbindet damit überregionale Geschichte mit der Erinnerungskultur Bambergs.
Begleitprogramm mit Vortrag, Kunstmeditation und Musik
Die Vernissage am 5. Oktober um 19 Uhr eröffnet die Ausstellung mit einem Vortrag von PD Dr. Nadine Hamilton, der stellvertretenden Vorsitzenden der Internationalen Dietrich-Bonhoeffer-Gesellschaft. Am 7. und 14. Oktober laden Kunstmeditationen zum Werk „Bonhoeffer in Harlem“ von John Young ein. Ein Klavierkonzert am 16. Oktober verbindet musikalische Eindrücke mit der Möglichkeit einer anschließenden Führung. Zum Abschluss folgt am 18. Oktober ein literarisch-musikalischer Gottesdienst mit Jazzmusik und Texten zu Bonhoeffer.
Fazit: Ein Kunsterlebnis mit persönlicher Bedeutung
Die Ausstellung bietet mehr als eine historische Dokumentation. Sie verbindet Biografie, Erinnerungskultur, Kunst und Kulturelle Bildung zu einem nachdenklichen Kunsterlebnis. Besucherinnen und Besucher erwarten interaktive Impulse, eine eindrucksvolle Raumwirkung und Fragen, die über den Ausstellungsbesuch hinausreichen. Wer sich mit Verantwortung, Zivilcourage und der eigenen Haltung auseinandersetzen möchte, sollte diese Ausstellung in der Erlöserkirche Bamberg unbedingt live erleben.
Offizielle Kanäle von Dietrich Bonhoeffer und der Erlöserkirche Bamberg:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.erloeserkirche-bamberg.de/










