Gefährdet leben im Historischen Museum Bamberg: Queere Geschichte neu sehen


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Gefährdet leben in Bamberg: Eine Ausstellung gegen das Schweigen
Im Historischen Museum Bamberg öffnet sich mit Gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945 ein eindringliches Kunsterlebnis zwischen Erinnerung, Forschung und historischer Aufklärung. Die Wanderausstellung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld rückt die Lebensrealitäten queerer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus in den Fokus und verbindet Dokumente, Fotografien, Grafiken und Zitate zu einer vielschichtigen Werkbetrachtung der Geschichte.
Ein Raum für Erinnerung und ästhetische Erfahrung
Die Ausstellungsatmosphäre arbeitet nicht mit Pathos, sondern mit Präzision. Biografien, Quellen und Bildmaterial lassen Ausgrenzung, Verfolgung und zerstörte Lebenswege sichtbar werden. Zugleich zeigt die Präsentation Formen von Selbstbehauptung und Handlungsspielräumen im Alltag. Gerade diese Spannung verleiht der Schau ihre historische Tiefe und ihre emotionale Wucht.
Fünf Themeninseln, viele Perspektiven
Besucherinnen und Besucher begegnen fünf thematischen Stationen, die die Verfolgungsgeschichte ebenso wie die Kontinuitäten von Diskriminierung nach 1945 sichtbar machen. Die Ausstellung führt durch zentrale Forschungsfragen, eröffnet vertiefende Einblicke in einzelne Biografien und zeigt bislang unveröffentlichte Materialien. So entsteht eine Ausstellungspädagogik, die Wissen nicht nur vermittelt, sondern erfahrbar macht.
Historischer Kontext mit Gegenwartsbezug
Die Ausstellung entstand im Umfeld des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag im Januar 2023, bei dem queere Opfer erstmals im Mittelpunkt standen. Diese kunst- und kulturhistorische Rahmung verleiht dem Projekt Autorität und Aktualität. Wer sich für Erinnerungskultur, NS-Geschichte, queere Geschichte und kulturelle Bildung interessiert, findet hier einen wichtigen Ort des Lernens.
Besuch, Eintritt und Museumserlebnis
Am Wochenende ist der Eintritt kostenfrei, unter der Woche gilt der reguläre Museumseintritt. Damit eignet sich der Besuch sowohl für spontane Kulturwege als auch für gezielte Ausstellungsbesuche. Die Präsentation im Historischen Museum Bamberg verbindet wissenschaftliche Fundierung mit einer klaren, zugänglichen Vermittlung und lädt dazu ein, historische Verantwortung im Museum neu zu betrachten.
Fazit: Diese Ausstellung berührt, informiert und bleibt im Gedächtnis. Wer in Bamberg ein ebenso kluges wie bewegendes Kunsterlebnis sucht, sollte Gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945 unbedingt live im Historischen Museum Bamberg besuchen.
Offizielle Kanäle von Historisches Museum Bamberg:
- Instagram: https://www.instagram.com/museen_der_stadt_bamberg/
- Facebook: https://www.facebook.com/museenderstadtbamberg/
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://museum.bamberg.de/historisches-museum/









