Vernissage im ETA Hoffmann Theater: Seethalers Uraufführung bewegt Bamberg


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Eine Uraufführung über Kunst, Familie und den leisen Abschied von einer Epoche
Mit Vernissage bringt das ETA Hoffmann Theater Bamberg am 5. Juni 2026 ein neues Bühnenwerk von Robert Seethaler auf die Bühne – als Uraufführung eines Autors, dessen Romane längst zum festen Bestand moderner Gegenwartsliteratur gehören. Der Abend führt mitten hinein in eine Galerie im Wandel, in einen Generationskonflikt und in die fragile Schönheit eines kulturellen Milieus, das um seine eigene Zukunft ringt.
Ein Theaterabend zwischen Aufbruch und Vergänglichkeit
Seethaler erzählt mit leichter, liebevoll-ironischer Hand von den Kayserlings, deren Galerie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional an einen Kipppunkt gerät. Vor den Augen eines legendären Vaters sucht Sohn Peter einen Neuanfang, der zugleich Rettung und Verlust bedeuten kann. Genau in dieser Spannung entfaltet sich die dramaturgische Kraft des Stücks: Kunst erscheint nicht als Dekor, sondern als Lebensform, als Frage nach Haltung, Würde und Erinnerung.
Robert Seethaler schreibt für die Bühne
Der Autor ist durch Werke wie Der Trafikant und Ein ganzes Leben bekannt, die durch ihre klare Sprache, ihre poetische Verdichtung und ihre starke Figurenzeichnung große Resonanz fanden. Mit Vernissage setzt Seethaler nun erstmals ganz originär auf das Theater und öffnet einen Raum für Ensemblearbeit, Dialoge voller Zwischentöne und eine Dramaturgie, die nicht auf Effekte, sondern auf innere Bewegung baut. Die Nähe zur Tragikomödie verleiht dem Stoff jene stille Wucht, die lange nachhallt.
Regie, Ausstattung und Ensemble formen feine Bühnenkunst
In der Regie von Jana Vetten entsteht ein Bühnenerlebnis, das auf Präzision, atmosphärische Dichte und scharfe Beobachtung setzt. Die Ausstattung von Genia Leis, die Musik von Cornelius Borgolte und die Dramaturgie von John von Düffel legen die künstlerischen Konturen frei. Auf der Bühne stehen Florian Walter, Daniel Seniuk, Alina Rank, Barbara Wurster, Daniel Warland, Leon Tölle, Sophie Angehrn und Marek Egert. So entsteht eine Theateratmosphäre, in der Pausen, Blicke und Verschiebungen ebenso zählen wie die großen Entscheidungen der Figuren.
Ein Haus mit klarer Handschrift und guter Zugänglichkeit
Das ETA Hoffmann Theater Bamberg liegt am E.T.A.-Hoffmann-Platz 1 im Herzen der Stadt. Die Spielstätte ist rollstuhlgerecht, der Zugang barrierefrei, und Rollstuhlplätze sind im Parkett ausgewiesen. Für Besucherinnen und Besucher ist das Haus damit nicht nur kulturell, sondern auch praktisch gut erreichbar. Auch die Theaterkasse und der reguläre Vorverkauf sind auf den Publikumsverkehr eingestellt.
Warum sich dieser Abend lohnt
Vernissage verspricht kein lautes Spektakel, sondern einen konzentrierten Theaterabend mit feinem psychologischen Zugriff, literarischer Substanz und einer klugen Inszenierung. Wer Schauspielkunst in leisen Spannungen, Ensemblepräzision und kulturkritische Gegenwartsliteratur liebt, erlebt hier einen bemerkenswerten Abend. Dieses Uraufführungsereignis verdient die Bühne und das Publikum gleichermaßen.
Das Publikum darf sich auf einen bewegenden, vielschichtigen und stilistisch genau austarierten Theaterabend freuen. Wer literarische Uraufführungen mit Tiefgang schätzt, sollte Vernissage live erleben.
Offizielle Kanäle von ETA Hoffmann Theater Bamberg:
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- Website: https://theater.bamberg.de/










