Glaube Liebe Hoffnung im Pfarrheim St. Gangolf: Ein bitter-komischer Theaterabend


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Glaube, Liebe, Hoffnung: Horváths bitterer Totentanz in Bamberg
Wenn Bürokratie über Menschlichkeit entscheidet, beginnt Elisabeths Kampf ums Überleben. Ödön von Horváths Glaube Liebe Hoffnung. Ein kleiner Totentanz erzählt von einer jungen Frau ohne festen Platz in der Gesellschaft, die unbeirrt nach Selbstbestimmung, Liebe und einem menschenwürdigen Leben sucht. Am 25. Oktober 2026 gastiert die Inszenierung des TiG Theater im Gärtnerviertel im Pfarrheim St. Gangolf.
Zwischen Existenznot und sozialer Kälte
Elisabeth gerät in ein Geflecht aus Ämtern, Vorurteilen und Abhängigkeiten. Jeder Schritt nach vorn führt sie tiefer in eine Welt, in der Vorschriften stärker zählen als Mitgefühl. Notlügen werden zur Überlebenskunst, falsche Versprechen zur letzten Hoffnung und die Sehnsucht nach Liebe zu einer gefährlichen Illusion.
Horváths gesellschaftskritisches Drama verbindet bitteren Humor mit erschreckender Aktualität. Der Autor richtet seinen präzisen Blick auf die Abgründe und die Skurrilität des Alltags. Im Zentrum steht der Kampf des Individuums gegen Institutionen, soziale Ausgrenzung und eine Umwelt, die Menschlichkeit hinter bürokratischer Härte zurücktreten lässt.
Eine konzentrierte Inszenierung im Pfarrheim St. Gangolf
Unter der Regie von Heidi Lehnert entsteht ein unmittelbares Bühnenerlebnis mit Benjamin Bochmann, Ursula Gumbsch, Gerald Leiß, Laura Mann und Patrick L. Schmitz. Die Nähe des Spielorts schärft den Blick für Dialoge, Gesten und die feinen Verschiebungen der Schauspielkunst.
Das Bühnenbild von Linda Hofmann, die Kostüme von Barbara Rose-Andres, die Musik von Guido Apel und das Lichtdesign von Laurin Drechsel formen eine Theateratmosphäre zwischen Alltagsnähe und beklemmender Enge. Akustik, Lichtstimmung und Körperlichkeit der Darstellung verleihen Elisabeths Kampf eine sinnliche Präsenz.
Bitter, komisch und erschreckend gegenwärtig
Die Dramaturgie führt durch fünf Bilder eines modernen Totentanzes. Zwischen amtlicher Sprache, persönlicher Verzweiflung und grotesken Situationen entsteht ein Spannungsfeld, das den Blick auf gesellschaftliche Verantwortung lenkt. Gerade die Verbindung aus Tragikomik und sozialer Analyse macht Horváths Bühnenkunst so nachhaltig.
Die Vorstellung am Sonntag, 25. Oktober 2026, beginnt um 18 Uhr; der Einlass startet um 17:15 Uhr. Karten sind im Normalpreis für 28 Euro erhältlich, ermäßigte Tickets kosten 20 Euro, Schüler, Studierende und Auszubildende zahlen 12 Euro. Für den Besuch gilt freie Platzwahl.
Fazit: Ein Theaterabend, der lange nachhallt
Glaube Liebe Hoffnung. Ein kleiner Totentanz verbindet literarische Präzision, politische Wachheit und unmittelbare Bühnenwirkung. Besucher erwartet ein engagiertes Ensemble, eine konzentrierte Inszenierung und ein Bühnenerlebnis zwischen bitterem Lachen, sozialer Analyse und menschlicher Verletzlichkeit. Wer Theater als lebendige Begegnung mit den Konflikten seiner Zeit erleben möchte, sollte diesen Horváth-Abend in Bamberg nicht verpassen.
Offizielle Kanäle von TiG Theater im Gärtnerviertel:
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- Website: https://www.tig-bamberg.de/oktober-26.html










