Zisterzienserkirchen mit Fernwirkung?! Glaube, Wallfahrt und Barock in Burgwindheim


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Wallfahrt, Barock und zisterziensische Glaubenslandschaften in Burgwindheim
Wo klösterliche Abgeschiedenheit auf weithin sichtbare Wallfahrtskirchen trifft, öffnet sich ein besonderer Blick auf die religiöse Kulturgeschichte Frankens. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Zisterzienserlandschaften als geistige, architektonische und gemeinschaftlich geprägte Räume neu zu entdecken.
Zwischen Stille und Fernwirkung
Die Zisterzienser stehen traditionell für Rückzug, Gebet und eine konzentrierte Spiritualität. Zugleich entwickelten sich rund um ihre Klöster bedeutende Wallfahrtswege und sakrale Orte. Die Veranstaltung geht der spannenden Frage nach, wie klösterliche Abgeschiedenheit und öffentliche Wallfahrt zusammengehören.
Barocke Zentralbauten als Zeichen des Glaubens
Im Mittelpunkt stehen weithin sichtbare Kirchen wie Vierzehnheiligen, die Kappel bei Waldsassen, der Wallfahrtsort Zdar nad Sazavou und Maria Teinitz bei Plasy. Ihre Zentralbauten unterscheiden sich deutlich von den eher zurückhaltenden Klosteranlagen. Architekten wie Balthasar Neumann, die Dientzenhofers und Jan Blažej Santini-Aichel schufen eindrucksvolle Räume, in denen Liturgie, Architektur und religiöse Erfahrung eine Einheit bilden.
Fachkundige Einblicke in eine lebendige Tradition
Prof. Dr. Günter Dippold, Bezirksheimatpfleger von Oberfranken, Dr. Rosa Karl und Christian Malzer erläutern das Phänomen der Wallfahrt im Kontext zisterziensischer Kulturlandschaften. Der Blick reicht dabei von theologischen und historischen Zusammenhängen bis zur Bedeutung der Wege, Kapellen und Kirchen für die spirituelle Gemeinschaft.
Burgwindheim als historischer Veranstaltungsort
Das ehemalige ebrachische Amtsschloss Burgwindheim bietet den passenden Rahmen für diesen religions- und kulturgeschichtlichen Vormittag. Eine besondere Aktualität erhält die Veranstaltung durch die Aufnahme der Blutswallfahrt in Burgwindheim in die Liste des immateriellen Kulturerbes Bayern im Jahr 2026.
Ortsrundgang zur Heilig Blut Kapelle
Zum Abschluss führt ein Ortsrundgang mit Sigrun Philipp zur Heilig Blut Kapelle. Zwiebelkuchen und Federweißen schaffen dabei Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Nachklingen. Die Teilnahme am Spaziergang sollte bei der Anmeldung angegeben werden.
Die Veranstaltung verbindet historische Forschung, religiöse Baukunst, Wallfahrtstradition und gemeinschaftliches Erleben. Besucher erwartet ein inspirierendes Glaubenserlebnis zwischen Architektur, Geschichte und gelebter Spiritualität. Eine Anmeldung ist unter cisterscapes@lra-ba.bayern.de erwünscht, möglichst bis zum 22. Oktober 2026.










