Bamberger Symphoniker in Bamberg: Schumann und das Meer live erleben


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Zwischen Meereswellen und Schumann-Leidenschaft: Ein außergewöhnlicher Konzertabend in Bamberg
Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, verwandelt sich der Joseph-Keilberth-Saal der Bamberger Konzerthalle in einen Klangraum voller Farben, Erinnerungen und dramatischer Spannungen. Die Bamberger Symphoniker musizieren unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla. Am Klavier ist ihre Schwester Onutė Gražinytė zu erleben. Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr.
Zwei Schumann-Konzerte, eine bewegende Familiengeschichte
Im Zentrum stehen die Klavierkonzerte von Robert Schumann und Clara Wieck-Schumann. Beide Werke erklingen in a-Moll und verbinden romantische Leidenschaft mit einer hochsensiblen orchestralen Sprache. Clara Wieck-Schumann schrieb ihr Konzert op. 7 bereits als Jugendliche; Robert Schumann unterstützte sie bei der Orchestrierung. 1835 führte Clara das Werk in Leipzig selbst als Solistin auf. Robert Schumanns Konzert op. 54 wurde 1845 in Dresden mit Clara am Flügel erstmals vollständig aufgeführt.
Die Gegenüberstellung macht hörbar, wie unterschiedlich zwei musikalische Persönlichkeiten mit ähnlichen Ausdruckswelten umgehen. Onutė Gražinytė gestaltet beide Werke als Solistin, während die Bamberger Symphoniker mit präziser Synchronisation, transparentem Sound und romantischer Klangfülle den orchestralen Dialog formen.
Litauische Klangbilder zwischen Licht und Bewegung
Der Konzertabend beginnt mit Raminta Šerkšnytės Vasarvidžio giesmė, dem Mittsommerlied für Streichorchester. Das 2009 entstandene Werk entfaltet ein kaleidoskopisches Spektrum feinster Klänge und führt unmittelbar in eine Atmosphäre flirrender Farben, schwebender Linien und sensibler orchestraler Übergänge.
Zum Abschluss erklingt Mikalojus Konstantinas Čiurlionis’ symphonische Dichtung Jūra, auf Deutsch Das Meer. Čiurlionis bezeichnete das Werk selbst als Symphonie der rauschenden Wellen. In der Orchestrierung entstehen bewegte Klangbilder einer Meereslandschaft: mal weit und leuchtend, mal dunkel, drängend und von spätromantischer Spannung erfüllt.
Dirigat, Klavier und gesprochene Briefe
Mirga Gražinytė-Tyla führt die Bamberger Symphoniker durch ein Programm, das musikalische Architektur und persönliche Lebensgeschichten eng miteinander verbindet. Julia Lindhorst-Apfelthaler und Stephan Ullrich lesen ergänzend aus Briefen von Clara und Robert Schumann. Dadurch erhält das Konzert eine zusätzliche theatralische Ebene: Musik, Sprache und historische Erfahrung treten in einen direkten Dialog.
Die Bamberger Symphoniker gehören zu den international renommierten deutschen Sinfonieorchestern und wurden 2026 mit dem Gramophone Award als Orchestra of the Year ausgezeichnet. Ihr charakteristischer Bamberger Klang trifft an diesem Abend auf ein litauisch geprägtes Solisten- und Dirigentenprofil.
Fazit: Romantik als lebendiges Konzerterlebnis
Dieses Symphoniekonzert verbindet romantische Klaviermusik, zeitgenössische baltische Klangsprache und die dramatische Weite einer symphonischen Meereslandschaft. Wer Clara und Robert Schumann, Mirga und Onutė Gražinytė sowie die Bamberger Symphoniker in einer außergewöhnlichen musikalischen Begegnung erleben möchte, findet in Bamberg einen Konzertabend voller Emotion, Tiefe und klanglicher Entdeckungen.
Offizielle Kanäle von Bamberger Symphoniker:
- Website: https://www.bamberger-symphoniker.de/
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