Emaille als Material in der Kunst: Transkulturelle Perspektiven im Historischen Museum Bamberg


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Wenn Feuer, Farbe und Kulturgeschichte aufeinandertreffen
Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, eröffnet der Vortrag Emaille als Material in der Kunst: Transkulturelle Perspektiven im Historischen Museum Bamberg einen faszinierenden Blick auf einen Werkstoff zwischen Handwerk, Malerei, Gefäßkunst und transkulturellem Austausch. PD Dr. Katharina Schüppel, Lehrstuhl für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Mittelalterliche Kunstgeschichte, führt durch eine rund einstündige Werkbetrachtung.
Leuchtende Oberflächen mit globaler Geschichte
Emaillekunstwerke gehören zu den Schlüsselzeugnissen der europäischen, byzantinischen und islamischen Kunst. Ihre besondere Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Metall und glasartigem Material: Leuchtende Farben, glänzende Oberflächen und präzise gesetzte Formen verleihen den Objekten eine intensive ästhetische Präsenz. Der Vortrag richtet den Blick auf Emaille als multimaterielles Medium und als Ausdruck kultureller Begegnungen.
Gefäße des Aufbewahrens und des Gebens
Anhand ausgewählter Artefakte untersucht der Vortrag, wie Gefäße soziale und rituelle Praktiken sichtbar machen. Aufbewahren, Überreichen und Bewahren erhalten in der Emaillekunst eine materielle Gestalt. Die kunsthistorische Analyse verbindet Objektgeschichte, Materialforschung und kulturelle Bildung und macht nachvollziehbar, wie sich Bedeutung durch Form, Oberfläche und Gebrauch entfaltet.
Von der mittelalterlichen Kunst bis in die Gegenwart
Die Veranstaltung spannt einen Bogen von der Kunst des Mittelalters bis zu zeitgenössischen Positionen. Dabei erscheint das Emaillieren nicht nur als technische Methode, sondern als eigenständige Kunstrichtung mit einer langen Geschichte des Wissenstransfers. Die Ausstellungsatmosphäre des Historischen Museums bildet den idealen Rahmen, um über Werkstoffe, Herstellungsprozesse und die Verbindung von musealer und universitärer Forschung nachzudenken.
Uni im Museum: Forschung anschaulich erleben
Der Vortrag ist Teil der Reihe Uni im Museum, in der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bamberg aktuelle Forschungsschwerpunkte vorstellen. Das Format verbindet wissenschaftliche Expertise mit unmittelbarer Werk- und Objektbegegnung. So entsteht ein Kunsterlebnis, das historische Zusammenhänge erläutert und zugleich die sinnliche Dimension von Material, Licht und Farbe erfahrbar macht.
Fazit: Ein kostenfreier Abend für Kunst- und Kulturinteressierte
Besucherinnen und Besucher erwartet eine fundierte, bildungsorientierte Einführung in die Geschichte und Gegenwart der Emaillekunst. Wer sich für mittelalterliche Kunst, transkulturelle Perspektiven, Materialästhetik und museale Forschung interessiert, erlebt im Tanzsaal des Historischen Museums Bamberg einen anregenden Abend. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich – beste Voraussetzungen für eine unmittelbare ästhetische Erfahrung im Museum.
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