Vergessene Kunst in Bamberg: Alexej Borutscheff in der Staatsbibliothek erleben


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Ein seltenes Kunsterlebnis in der Neuen Residenz
Die Staatsbibliothek Bamberg öffnet mit Vergessene Kunst in Bamberg. Alexej Borutscheff (1911–1994) ein Fenster in das Werk eines Künstlers, der die Bamberger Nachkriegszeit mit expressiver Kraft, literarischer Fantasie und farbiger Handschrift geprägt hat. Die kostenfreie Führung am Dienstag, 2. Juni 2026, um 17:00 Uhr führt durch eine Ausstellung, die Borutscheffs Zeichnungen, Illustrationen und kunsthistorisch bedeutsame Arbeiten neu lesbar macht. ([bamberg.info](https://www.bamberg.info/poi/staatsbibliothek_bamberg-4743/))
Ein Künstler zwischen Kriegserfahrung und dichterischer Bildwelt
Alexej Borutscheff, 1911 im westrussischen Roslawl geboren, kam 1945 nach Bamberg und blieb bis zu seinem Tod 1994 in der Stadt. Aus dem ausgebildeten Architekten wurde ein freischaffender Künstler von unverwechselbarer Eigenart. Seine Grafik zeigt eine ausdrucksstarke, holzschnittartige Sprache; Naturalismus lag ihm fern. Stattdessen entwickelte er eine Bildwelt, die von Phantastischem Realismus, Erinnerung und literarischer Imagination getragen wird. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Alexej_Archipowitsch_Borutscheff))
Literatur als Bühne für Linien und Farben
Besonders eindrucksvoll sind Borutscheffs Illustrationen zu Faust von Goethe, zu E. T. A. Hoffmann und zu weiteren Werken der Weltliteratur. Hinzu kommen Porträts von Beethoven, Picasso, Stalin und Figuren aus Mythos und Fabel, außerdem Pferde, Zentauren, Tiere und Stillleben. Diese Bandbreite macht deutlich, wie weit sein Werk über eine reine Regionalkunst hinausreicht. Es verbindet Bamberger Ortsbezüge mit europäischer Literatur- und Kulturgeschichte. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Alexej_Archipowitsch_Borutscheff))
Bamberg als Bildraum und Gedächtnisort
Die Ausstellung gewinnt ihre besondere Spannung aus dem Ort selbst: Die Staatsbibliothek Bamberg befindet sich in der Neuen Residenz am Domplatz, einem historischen Ensemble mit kultureller Strahlkraft. Während der Ausstellungen sind auch Sterngewölbe und Scagliolasaal zugänglich, wodurch sich Werkbetrachtung und Raumwahrnehmung auf eindrucksvolle Weise verbinden. Die Bibliothek bewahrt zudem Borutscheffs Nachlass mit Grafiken, Büchern, Gemälden, Werkzeugen und Druckmaterialien. ([staatsbibliothek-bamberg.de](https://www.staatsbibliothek-bamberg.de/kulturvermittlung/fuehrungen/))
Warum sich der Besuch lohnt
Diese Führung ist mehr als eine Einführung in ein Künstlerleben. Sie ist eine ästhetische Erfahrung zwischen Erinnerungskultur, Literaturgeschichte und bildnerischer Präzision. Wer sich für Kunst der Nachkriegszeit, Buchillustration, Zeichnung und die kulturelle Topografie Bambergs interessiert, findet hier eine Ausstellung mit hoher fachlicher Tiefe und atmosphärischer Dichte. Ein Besuch verspricht Erkenntnis, Nähe zum Original und einen neuen Blick auf einen zu Unrecht vergessenen Namen. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Alexej_Archipowitsch_Borutscheff))
Fazit: Vergessene Kunst in Bamberg bringt Alexej Borutscheffs Werk in einen lebendigen Dialog mit der Stadt, ihrer Literatur und ihrer Geschichte. Die kostenfreie Führung bietet eine seltene Chance, diese vielschichtige Kunst im Originalkontext zu erleben. Wer Bamberg als Kulturort neu entdecken will, sollte diesen Termin nicht verpassen. ([bamberg.info](https://www.bamberg.info/poi/staatsbibliothek_bamberg-4743/))
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