Kathrin Hubl: Raumforschung im Kunstraum Kesselhaus Bamberg


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Raum, Material und Wahrnehmung im Kunstraum Kesselhaus
Mit der Ausstellung Raumforschung öffnet Kathrin Hubl im Kunstraum Kesselhaus Bamberg einen präzise komponierten Kosmos aus Holz, Gummi, Karton und Kunststoff. Die Einzelausstellung verbindet plastische Arbeiten, großformatige Materialbilder und raumgreifende Installationen zu einem Kunsterlebnis, das Architektur nicht nur bespielt, sondern in die Werkbetrachtung selbst einbezieht.
Wenn Material zu Bewegung wird
Kathrin Hubl arbeitet mit einer seltenen Sensibilität für Stofflichkeit und Form. Schmale Holzleisten verdichten sich zu luftigen, bis zu zwei Meter hohen Objekten, bearbeitete Reifenschläuche nehmen organisch anmutende Konturen an, und aus Kunststofftrays entsteht ein langgezogenes Band, das sich wie ein räumliches Zeichen durch das Kesselhaus zieht. Das Ergebnis ist eine Ausstellungsatmosphäre, in der Leichtigkeit und Verdichtung, Ordnung und organische Dynamik in spannungsvoller Balance stehen.
Das Kesselhaus als Teil des Werks
Der Titel Raumforschung verweist auf das zentrale Thema der Schau: das Zusammenspiel von Kunst und Architektur. Die hohe, lichtdurchflutete Industriearchitektur mit ihrer markanten Scheddachkonstruktion wird nicht bloß zum Hintergrund, sondern zum aktiven Resonanzraum der Arbeiten. Gerade darin liegt die ästhetische Erfahrung dieser Ausstellung: Skulptur, Materialbild und Raum bilden ein offenes Gefüge, das den Blick schärft und Gewohntes neu erscheinen lässt.
Bildende Kunst als Schule des Sehens
Die Werke von Kathrin Hubl knüpfen an eine traditionsreiche, zugleich zeitgenössische Sprache der Plastik an. Holz erscheint hier nicht als starres Material, sondern als formbares Medium mit beinahe textilem Charakter. Die Materialbilder aus Wellpappe und kleinere Werke aus Verpackungsmaterialien erweitern diesen Ansatz in Richtung Collage, Assemblage und Objektkunst. So entsteht eine Schau, die kunsthistorische Fragen an Material, Wahrnehmung und Raum in eine unmittelbar sinnliche Form übersetzt.
Begleitprogramm für junge Kunstentdecker
Zur Ausstellung gehört am 14.08.2026 um 16:00 Uhr ein Workshop für Kinder ab 8 Jahren: Tiere basteln aus Holz, Luft und Schnüren. Der Unkostenbeitrag beträgt 10 Euro. Damit wird die Ausstellung auch zu einem Ort kultureller Bildung, an dem künstlerische Techniken spielerisch erfahrbar werden.
Fazit: Eine Ausstellung für alle, die Räume mit neuen Augen sehen wollen
Raumforschung verspricht eine dichte, experimentelle und zugleich sinnliche Begegnung mit zeitgenössischer Skulptur. Wer das Verhältnis von Material, Architektur und Wahrnehmung neu erleben möchte, sollte diese Ausstellung im Kunstraum Kesselhaus Bamberg unbedingt live besuchen. Hier wird Kunst nicht erklärt, sondern räumlich erfahrbar gemacht.
Offizielle Kanäle von Kathrin Hubl:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: http://kathrinhubl.de/










