Iran im Fokus in Bamberg: Archäologie und islamische Kunst erleben


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Iran im Fokus: Eine Zeitreise zu den Ursprüngen der Menschheit und zur Kunst der Seidenstraße
Am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, verbindet die Veranstaltung im Historischen Museum Bamberg archäologische Forschung mit islamischer Kunstgeschichte. Ein Vortrag von Dr. Mona Oryat über die Qaleh-Kord-Höhle führt in das Mittelpleistozän, bevor ein gemeinsamer Rundgang durch die Bumiller Collection den Blick auf kostbare Zeugnisse iranischer und zentralasiatischer Kultur lenkt.
Archäologie erzählt von den ersten Menschen
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die archäologischen Forschungen an der Qaleh-Kord-Höhle im Iran. Steinwerkzeuge, Tierknochen und ein menschlicher Milchzahn belegen die Anwesenheit früher Menschen vor mehreren hunderttausend Jahren. Dr. Mona Oryat, Archäologin aus Iran, stellt aktuelle Forschungsergebnisse vor und macht sichtbar, wie Ausgrabung, Naturwissenschaften und internationale Zusammenarbeit die Lebenswelt unserer frühen Vorfahren rekonstruieren.
Die Werkbetrachtung archäologischer Funde eröffnet eine besondere ästhetische Erfahrung: Aus unscheinbaren Materialien werden Spuren menschlicher Handlung, Anpassung und Erinnerung. Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Präzision mit kultureller Bildung und einer anschaulichen Einführung in die Erforschung der menschlichen Evolution.
Islamische Kunst entlang der Seidenstraße
Um 14:00 Uhr führt der gemeinsame Rundgang mit Kuratorin Dr. Verena Daiber und Dr. Mona Oryat durch das Universitätsmuseum für islamische Kunst – The Bumiller Collection. Die Sammlung umfasst frühislamische Kunst aus dem Iran und Zentralasien, darunter Keramiken, Glasgefäße und Alltagsgegenstände aus dem 9. bis 14. Jahrhundert.
Die Objekte erzählen von Handelswegen, Handwerkstechniken und kulturellen Verflechtungen entlang der Seidenstraße. Glas, gebrannter Ton und fein gearbeitete Gebrauchsgegenstände vermitteln eine unmittelbare Ausstellungsatmosphäre. In der konzentrierten Betrachtung werden Material, Form und Funktion zu Zeugnissen einer Epoche, in der Ideen, Waren und künstlerische Impulse über große Distanzen zirkulierten.
Kulturelle Begegnung im Rahmen der Interkulturellen Wochen
Die Veranstaltung eröffnet einen differenzierten Blick auf das kulturelle Erbe des Iran. Archäologie, Malerei, Skulptur und islamische Kunst erscheinen dabei nicht als voneinander getrennte Bereiche, sondern als miteinander verbundene Formen kultureller Erinnerung. Die Kuratierung schafft einen Dialog zwischen prähistorischer Forschung, Museumssammlung und Gegenwart.
Gerade diese Verbindung macht das Kunsterlebnis besonders: Der Vortrag schärft den Blick für die großen Fragen der Menschheitsgeschichte, während die anschließende Führung konkrete Werke und Materialien in ihren historischen Kontext einordnet. So entsteht eine nachhaltige ästhetische Erfahrung zwischen Wissenschaft, Museumspädagogik und internationalem Austausch.
Fazit: Ein intensiver Museumstag für Archäologie- und Kunstinteressierte
Iran im Fokus verspricht ein vielseitiges Kunsterlebnis mit archäologischer Tiefenschärfe und kunsthistorischer Perspektive. Besucherinnen und Besucher erleben einen fundierten Vortrag zur Qaleh-Kord-Höhle und entdecken anschließend die frühislamische Kunst der Bumiller Collection. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer kulturelle Bildung, Geschichte und sinnliche Werkbetrachtung miteinander verbinden möchte, sollte diesen besonderen Museumstag in Bamberg live erleben.
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