TECLA in St. Martin Bamberg: Zeitgenössische Kunst im Kirchenraum erleben

Event: Eine Viertelstunde Kunst: TECLA – … wen soll ich noch fürchten? in St. Martin, Jesuitenstraße, Grüner Markt, 96047 Bamberg on 28. September 2026

Datum und Uhrzeit

28. September 2026 17:30 Uhr

Veranstaltungsort

Bamberg
Bamberg, Deutschland

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Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & MuseenKirche & Gemeinschaft

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

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TECLA: Eine konzentrierte Kunstmeditation im Kirchenraum

Am Montag, 28. September 2026, lädt das Feierabendformat Eine Viertelstunde Kunst in die Bamberger Stadtpfarrkirche St. Martin ein. Im Mittelpunkt steht die zeitgenössische Installation TECLA – … wen soll ich noch fürchten? von Kerstin Himmler, eine Leihgabe des Diözesanmuseums Bamberg. Die rund fünfzehnminütige Werkbetrachtung verbindet ästhetische Erfahrung, spirituelle Reflexion und kulturelle Bildung.

Eine Installation zwischen Ritual und Erinnerung

Kerstin Himmlers installative, allegorische Arbeit nimmt Bezug auf Tecla Merlo, eine emanzipierte Ordensfrau und Mitbegründerin des Paulsordens. Die historische Figur steht für ein Leben in Demut, Einfachheit und geistiger Eigenständigkeit – zugleich eröffnete sie vielen Frauen neue Perspektiven.

Im Zentrum der Installation erscheinen die Utensilien einer rituellen Fußwaschung: eine Kanne, eine Schüssel und ein Tuch. Dahinter steht ein zierlich wirkender Stuhl, dessen Sitzfläche und Rückenlehne vermutlich aus Drucklettern gebildet sind. Die Objekte sind chromverspiegelt und stehen auf einem leuchtenden Grund, eingefasst von einem Würfelskelett aus lackiertem Stahl.

Material, Licht und Raumwirkung

Metall, Kunststein, Epoxidharz, Chromverspiegelung, Lack, Acrylglas und Holz prägen die Materialität der Installation. Spiegelnde Oberflächen setzen das Licht des Kirchenraums in Bewegung und erzeugen eine wechselnde Wahrnehmung zwischen sakraler Ruhe und moderner Künstlichkeit. Die geometrische Begrenzung des Würfels kontrastiert mit den vertrauten Formen von Schüssel, Kanne und Tuch.

Gerade im Kirchenraum entfaltet die Werkbetrachtung eine besondere Ausstellungsatmosphäre: Das alltägliche Objekt wird zum Zeichen, die Handlung der Waschung zur Choreografie von Fürsorge, Demut und innerer Stärke. Die Installation fordert keine schnelle Deutung, sondern eine aufmerksame ästhetische Erfahrung.

Kunst im Kirchenraum als kulturelle Bildung

Das Format der Veranstalter – die Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg, das Evangelische Dekanat Bamberg und der Katholische Seelsorgebereich Bamberger Westen – rückt zeitgenössische Kunst in einen lebendigen Dialog mit Architektur, Liturgie und persönlicher Wahrnehmung. Die kurze Dauer öffnet einen konzentrierten Moment zwischen Arbeitstag und Abend, in dem Malerei, Skulptur und Installation aus neuen Perspektiven erfahrbar werden.

TECLA bildet dabei den Auftakt zu einer Reihe von Kunstmeditationen in Bamberger Kirchen. Weitere Arbeiten von Rui Chafes, John Young, Andrea Landwehr-Ratka und Albert Ultsch erweitern das Programm zu einem stadträumlichen Parcours zeitgenössischer Kunst.

Fazit: Fünfzehn Minuten für eine nachhaltige Werkbegegnung

Die Kunstmeditation in St. Martin verspricht ein intensives Kunsterlebnis mit klarer Formensprache, symbolischer Tiefe und eindrucksvoller Raumwirkung. Wer zeitgenössische Kunst nicht nur betrachten, sondern im Zusammenspiel von Material, Licht, Geschichte und Spiritualität erleben möchte, findet in TECLA – … wen soll ich noch fürchten? einen prägnanten Anlass zur Werkbetrachtung. Der Eintritt ist frei; ein Besuch bereichert den Feierabend um einen stillen, inspirierenden Moment.

Offizielle Kanäle von Kerstin Himmler:

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Quellen:

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