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BBL-Play-offs: Bayern und Bamberg weiter

FC Bayern fegt Trier aus den Play-offs – Bamberg folgt ins Halbfinale

Der FC Bayern Basketball hat den ersten Matchball genutzt und das Playoff-Viertelfinale in drei Spielen beendet. In Spiel drei setzten sich die Münchner bei den VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 99:62 durch und zogen damit ins Halbfinale ein. Wenig später machte auch Bamberg den nächsten Schritt: Die Bamberg Baskets gewannen gegen ratiopharm Ulm mit 96:87 und stehen ebenfalls in der Runde der letzten Vier.

Bayern zog nach dem 99:62 weiter – der Halbfinalgegner wird RASTA Vechta oder Alba Berlin

Bayern zieht nach engem Start früh davon

Zu Beginn konnte Trier das Spiel noch offenhalten. Nach dem ersten Viertel führte Bayern knapp mit 23:20, auch weil sich die Gäste zunächst einige Ungenauigkeiten leisteten und Trier die Intensität matchte. Der Knackpunkt folgte im zweiten Abschnitt: Bayern erhöhte den Druck in der Verteidigung, kam schneller in seine Abläufe – und zog dem Spiel früh die Spannung.

Zur Halbzeit stand es 57:33, ein Abstand, der die Kräfteverhältnisse deutlich abbildete. Oscar da Silva war bis dahin mit zwölf Punkten der auffälligste Münchner Scorer; am Ende kam er auf 20 Zähler. In einem Spiel, das früh in Richtung „Kontrolle statt Risiko“ kippte, profitierten die Münchner zudem von ihrer Breite: Andreas Obst steuerte 16 Punkte bei, Neno Dimitrijevic 12.

Rebounds und Ballverluste kippen die Partie endgültig

Bayern gewann die entscheidenden Grundduelle: Reboundarbeit, Ballkontrolle, physische Präsenz. Zwischenzeitlich stand ein Reboundverhältnis von 30:9 zugunsten der Münchner – ein Wert, der Trier zweite Chancen nahm und Bayerns eigene Pace befeuerte. Gleichzeitig bestrafte Bayern die Ballverluste der Gastgeber konsequent, kam zu einfachen Punkten und drückte den Vorsprung schon zwei Minuten nach Wiederbeginn auf 30 Zähler.

Vor dem Schlussviertel führte Bayern 81:46. Trier fand einzelne gelungene Aktionen, änderte damit aber nicht mehr die Statik der Partie: Bayern blieb wach, hielt die Intensität hoch und verpasste die 100-Punkte-Marke nur knapp. Mit dem 99:62 war der Sweep perfekt – und die Serie beendet, bevor sie überhaupt in die Phase echter Nervosität kommen konnte.

Bamberg setzt im dritten Viertel den entscheidenden Schlag

Deutlich enger verlief das Duell in Ulm – zumindest bis zur Pause. Nach 20 Minuten stand es 47:47, ehe Bamberg im dritten Viertel die Partie an sich riss. Der 32:19-Lauf in diesem Abschnitt war die spielentscheidende Sequenz: Bamberg bekam Zugriff auf Tempo und Räume, traf hochprozentig von außen und nutzte die Phase, in der Ulm offensiv kurz den Rhythmus verlor.

Tragende Figur war Ibi Watson: 28 Punkte, sechs Treffer bei acht Dreierversuchen – ein Auftritt, der Ulms Verteidigung immer wieder vor die gleiche, unangenehme Wahl stellte. Zusätzlich stabilisierte Demarcus Demonia Bambergs Spiel mit 17 Punkten und sechs Assists. Auf Ulmer Seite hielten Mark Smith (21 Punkte, fünf Rebounds, drei Assists) und Christian Sengfelder (18 Punkte, elf Rebounds) dagegen, doch nach dem starken dritten Viertel brachte Bamberg den Vorsprung über die Zeit und gewann 96:87.

Der sportliche Wert für Bamberg liegt nicht nur im Ergebnis, sondern auch im Timing: Das Halbfinalticket ist gelöst – und die Franken können regenerieren, während mögliche Konkurrenten in anderen Serien mindestens ein viertes Spiel benötigen. In der Serie zwischen den Telekom Baskets Bonn und den Würzburg Baskets führt Bonn 2:1.

Ein direktes Wiedersehen zwischen Bayern und Bamberg – inklusive der Pokal-Erinnerung aus dem Februar (Bamberg gewann damals nach Overtime 103:97) – wäre frühestens in einer Finalserie möglich.

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