Bambergs Formkurve vor den Ulm-Duellen
Bamberg im Lauf: 7 Spiele ungeschlagen – jetzt wartet Ulm
Die BMA365 Bamberg Baskets gehen mit Rückenwind in die nächsten Aufgaben. Vor den beiden angesetzten Spielen gegen ratiopharm ulm spricht die aktuelle Form klar für das Team von Headcoach Anton Gavel: sieben Partien ohne Niederlage, neun Siege aus den vergangenen zehn Spielen.
In der easyCredit Basketball-Bundesliga 2025/2026 steht Bamberg nach 34 Spielen mit 48 Punkten auf Rang drei. Dass in dieser Saison wieder nach Wertungspunkten sortiert wird, macht die Ausgangslage besonders greifbar: Jeder Erfolg zahlt direkt auf die Tabellenposition ein – und Bamberg hat sich mit der jüngsten Serie in eine Position gebracht, in der nicht nur der Blick nach unten, sondern auch der Druck nach oben zunimmt. Denn im Endspurt zählt jeder Abend, wenn es darum geht, die bestmögliche Ausgangslage für die Postseason zu sichern.
Starke Serie vor den Duellen mit Ulm
Die jüngsten Ergebnisse unterstreichen den Lauf der Bamberger. Am 10. Mai gewann das Team zuhause mit 102:83 gegen die Telekom Baskets Bonn. Topscorer dieser Partie war Jalen Finch (Bonn). Zuvor setzte sich Bamberg am 8. Mai mit 99:82 bei SYNTAINICS MBC durch, hier war Austin Crowley (Bamberg) der beste Punktesammler. Am 3. Mai folgte ein 85:71 zuhause gegen die Veolia Towers Hamburg, Topscorer war Demarcus Demonia (Bamberg).
Auffällig an diesen drei Auftritten ist weniger ein einzelner Ausreißer als die Konstanz: Bamberg legte jeweils offensiv deutlich über dem gegnerischen Output nach und kontrollierte die Spiele so, dass es nicht in enge Schlussphasen kippte. In der Wahrnehmung stehen zuletzt besonders die punktstarken Akzente von Austin Crowley und Demarcus Demonia im Vordergrund – ein Signal, dass Bamberg in dieser Phase nicht nur über System, sondern auch über verlässliches Scoring verfügt.
Das nächste Spiel ist für den 16. Mai in Bamberg gegen ratiopharm ulm angesetzt, ein weiterer Termin gegen Ulm folgt am 18. Mai. Zwei Duelle in kurzer Abfolge sind im Saisonfinale oft ein Stresstest: Anpassungen greifen schneller, Matchups werden unmittelbarer – und die Fähigkeit, nachzulegen, wird zur eigenen Qualität.
Die Zahlen erklären Bambergs Lauf
Die Saisonbilanz ist klar: 24 Siege und 10 Niederlagen entsprechen einer Siegquote von 70,6 Prozent. Der Lauf ist damit nicht nur eine Momentaufnahme, sondern eingebettet in eine über Wochen belastbare Erfolgsquote.
Am deutlichsten lässt sich Bambergs Stabilität über die Offensive erklären. Im Schnitt erzielt das Team 89,9 Punkte pro Spiel, die Gegner kommen auf 81,7. Dahinter steht nicht nur Tempo, sondern auch Effizienz: Bamberg trifft 47,9 Prozent der Würfe aus dem Feld (FG%), die Gegner 42,3 Prozent. Wenn ein Team über längere Zeit solche Quotenunterschiede produziert, muss es weniger „perfekte“ Abende erzwingen – es kann auch dann gewinnen, wenn einzelne Phasen wackeln, weil die Basiswerte tragen.
Ein zweiter Schlüssel ist die Ballbewegung. 18,5 Assists pro Partie – gegenüber 16,7 bei den Gegnern – sprechen für funktionierende Abläufe, für klar verteilte Verantwortung und für Abschlüsse, die aus Struktur entstehen. Gerade in Spielen, in denen gegnerische Verteidigungen sich auf einzelne Scorer einstellen, entscheidet oft die Frage, ob der Ball weiterläuft oder ob Angriffe in Einzelaktionen enden. Bamberg hat in dieser Saison häufiger den ersten Weg gewählt.
Ein Wert fällt allerdings gegen den Strich: Beim Rebounding liegt Bamberg mit 35,3 Rebounds pro Spiel unter dem Vergleichswert der Gegner (39,7). Dass die Mannschaft dennoch auf Platz drei steht und aktuell nicht verliert, zeigt, wie stark die übrigen Stellschrauben wirken: Wer sauber trifft, den Ball gut bewegt und damit die eigene Wurfqualität hochhält, kann ein Rebound-Defizit zumindest kompensieren – vor allem dann, wenn die eigene Defensive die gegnerische Trefferquote drückt und so zusätzliche zweite Chancen begrenzt.
Ausgeglichene Bilanz, klare Stärken im Angriff
Bamberg ist nicht nur in Form, sondern auch über verschiedene Spielorte hinweg stabil. Das Team hat 12 Heimsiege und 12 Auswärtssiege geholt. Denen stehen jeweils fünf Niederlagen zuhause und auswärts gegenüber. Diese spiegelbildliche Bilanz ist ein Indikator dafür, dass Bamberg nicht von einem Faktor abhängig ist – weder ausschließlich von der Brose Arena noch von einem reinen „Auswärts-Überraschungseffekt“.
Insgesamt hat Bamberg in dieser BBL-Saison 3055 Punkte erzielt, davon 1502 vor heimischem Publikum. Der Kader umfasst 13 Spieler und ist mit fünf Forwards, fünf Guards und drei Centern ausgewogen besetzt. Das Durchschnittsalter liegt bei 25,5 Jahren. Sieben Spieler besitzen die deutsche Nationalität, sechs weitere stammen aus Tschechien oder den USA. Headcoach ist Anton Gavel, zum Trainerstab gehören außerdem Arne Woltmann und Stefan Weissenböck.
Die Ausgangslage vor den nächsten Spielen ist damit klar: Bamberg stützt sich nicht nur auf eine Serie, sondern auf Muster, die den Tabellenplatz erklären – effiziente Abschlüsse, produktive Ballbewegung und eine Offensive, die konstant über dem gegnerischen Niveau liegt. Gegen Ulm wird genau das auf die Probe gestellt: Kann Bamberg die eigene Effizienz auch dann halten, wenn zwei direkte Duelle schnelle Anpassungen erzwingen?
Bamberg geht mit Stabilität, Ergebnissen und belastbaren Offensivwerten in die nächsten Spiele. Die Serie trägt das Team auf Platz drei – nun wartet mit Ulm die nächste Bewährungsprobe.
Häufig gestellte Fragen
Quellen
- news.de, Sarah Knauth, 2026-05-11 08:23

