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Bamberg geht mit Rückenwind ins Viertelfinale

Bamberg im Flow: Sieben Siege in Serie – jetzt wartet Ulm im Viertelfinale

Die BMA365 Bamberg Baskets gehen mit Rückenwind in die nächsten Playoff-Duelle gegen ratiopharm ulm. Die Mannschaft von Headcoach Anton Gavel ist seit sieben Spielen ungeschlagen und hat neun ihrer letzten zehn Partien gewonnen. Nach 34 Saisonspielen steht Bamberg in der easyCredit BBL 2025/2026 bei 24 Siegen und 10 Niederlagen (48 Punkte) – Rang drei in der Abschlusstabelle.

Zwei knappe Heimsiege gegen Ulm: Nervenstärke als Faktor

In der laufenden Viertelfinalserie gab Bamberg zuletzt in eigener Halle den Takt vor: Am 16. Mai gewann Bamberg 80:74, am 18. Mai folgte ein 90:87. Gerade das zweite Spiel geriet zur Belastungsprobe bis in die Schlussphase – Ulms Mark Smith war mit starken 29 Punkten der auffälligste Scorer der Partie, Bamberg hielt dennoch dagegen und brachte den Vorsprung ins Ziel.

Schon das 80:74 zwei Tage zuvor deutete an, worauf es in dieser Paarung ankommt: Bamberg konnte das Spiel kontrollieren, ohne sich früh abzusetzen. Demarcus Demonia führte die Bamberger dabei als Topscorer an. In dieser Konstellation sind es weniger einzelne Läufe als vielmehr Ballbesitz für Ballbesitz, die über den Ausgang entscheiden – und Bamberg hat diese engen Phasen zuletzt besser überstanden.

Formkurve und Statistik: Warum Bamberg derzeit so stabil wirkt

Der Eindruck der vergangenen Wochen lässt sich mit Zahlen unterfüttern. Bamberg kommt im Saisonschnitt auf 89,6 Punkte pro Spiel, die Gegner auf 81,6. Dazu passen 18,5 Assists pro Partie (Gegner: 16,8) und eine Feldwurfquote von 47,7 Prozent – deutlich über dem gegnerischen Wert von 42,2 Prozent. Das spricht für Struktur im Offensivspiel: gute Wurfauswahl, Ballbewegung und die Fähigkeit, in verschiedenen Line-ups konstant zu scoren.

Auffällig bleibt allerdings ein statistischer Warnhinweis: Beim Rebounding liegt Bamberg bei 35,3 pro Spiel, die Gegner bei 40. Gegen ein Ulmer Team, das über zweite Chancen Spiele kippen kann, ist das ein Hebel, der in einer Best-of-Five-Serie schnell entscheidend wird. Umso wichtiger sind Bambergs Effizienz und Disziplin: Wer weniger Rebounds holt, muss die eigenen Angriffe sauber zu Ende spielen – und in Transition konsequent zurückarbeiten.

Ein weiteres Stabilitätsmerkmal ist die Auswärtsfähigkeit. Bamberg kam in der Hauptrunde auf zwölf Heimsiege und zwölf Auswärtssiege (bei jeweils fünf Niederlagen). Das ist in den Playoffs mehr als eine Randnotiz: Eine Mannschaft, die nicht nur in der eigenen Halle funktioniert, nimmt dem Gegner einen Teil des Heimvorteils. Zum Trainerteam gehören neben Gavel auch Arne Woltmann und Stefan Weissenböck; der Kader umfasst 13 Spieler mit einem Durchschnittsalter von 25,5 Jahren und ist mit fünf Guards, fünf Forwards und drei Centern breit aufgestellt.

Der Blick nach vorn: Termine in Neu-Ulm und Bamberg

Das nächste Duell ist für den 23. Mai 2026 in Neu-Ulm angesetzt; für diese Partie ist eine Übertragung bei DYN angekündigt. Weitere Spiele sind für den 25. Mai (erneut in Neu-Ulm) und den 27. Mai (in Bamberg) terminiert. Für Bamberg ist das Auswärtsspiel der nächste Härtetest: Die jüngsten Heimerfolge liefern Selbstvertrauen – in Neu-Ulm wird sich zeigen, ob Bamberg die eigene Effizienz und die Ruhe in engen Sequenzen auch unter fremden Bedingungen reproduzieren kann.

Die Ausgangslage ist stark: Platz drei nach der Hauptrunde, eine Serie von sieben ungeschlagenen Spielen und zwei Siege gegen Ulm als jüngster Beleg für Widerstandsfähigkeit. Gleichzeitig gilt: In den Playoffs kippt eine Serie oft an Details – Rebounds, Ballverluste, die Qualität der Abschlüsse unter Druck. Bamberg hat sich dafür ein solides Fundament erarbeitet. Entscheiden muss es sich nun Spiel für Spiel.

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